Stiftungsprofessuren Radverkehr

Aktuell: Online-Seminar-Reihe Roadshow Radverkehr 

Roadshow E-Mobilität auf zwei Rädern - Pedelecs & Co auf der Überholspur?

Am 21. Mai 2021 fand im Rahmen der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderten Stiftungsprofessuren Radverkehr die nächste Veranstaltung der Roadshow-Reihe mit dem Titel „E-Mobilität auf 2 Rädern – Pedelecs & Co auf der Überholspur“ statt.

Dieses Mal wurde sie durch das Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA UAS) organisiert.

Frau Elisabeth Lerch, Mitarbeiterin am ReLUT, begrüßte die mehr als 80 Teilnehmenden und eröffnete die Veranstaltung mit zwei Fragen ans Plenum. Zum einen zeigte sich, dass ein Viertel der Anwesenden bereits ein elektrisches Zweirad besitzen. Zum anderen sieht nur jeder fünfte Teilnehmende eine Notwendigkeit für verpflichtende Fahrsicherheitstrainings bei der Nutzung von E-Zweirädern.

Herr Prof. Dennis Knese – der Inhaber der Stiftungsprofessur Radverkehr an der FRA UAS – ging in seinem Vortrag der Frage nach, wie die derzeitig unzureichende Infrastruktur für den Radverkehr in Zukunft so gestaltet werden könne, dass sie auch den Anforderungen einer erhöhten Anzahl an elektrischen Fahrrädern und Lastenrädern gerecht wird und alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen davon profitieren.

Danach sprach Markus Riese, der Geschäftsführer der Riese und Müller GmbH, darüber, warum S-Pedelecs die Radwege mitbenutzen dürfen sollten und welche Änderungen er sich in diesem Zusammenhang für die StVO wünscht. So plädiert er dafür, den Rechtsrahmen stärker an den erlaubten Geschwindigkeiten im Verkehr auszurichten, als an den unterschiedlichen Fahrradtypen.

Sebastian Ibold berichtete als Projektleiter für klimafreundliche Mobilität der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) über die Situation der elektrischen Zweiräder in China. Chinesische Städte können bereits auf eine über 10 Jahre lange Erfahrung zurückblicken und sind mit dem Boom der E-Fahrzeuge unterschiedlich umgegangen. Er stellte die verschiedenen Regulierungsansätze und Good Practices aus der Infrastrukturgestaltung vor.

Die Teilnehmenden beteiligten sich im Anschluss rege an der Diskussion, stellten Fragen und machten so die Roadshow zu einem außerordentlich interessanten Mittagsevent. Unter anderem ging es um die Rolle von Kommunen, die Sinnhaftigkeit von (monetären) Anreizen sowie Maßnahmen für eine erhöhte Verkehrssicherheit.

Frau Lerch resümierte zum Abschluss und ging nochmal auf die Frage des Veranstaltungstitels ein. Ob Pedelecs & Co auf der Überholspur sind, könne aktuell noch nicht vollständig beantwortet werden. Die derzeitige Entwicklung sei allerdings vielversprechend und die Veranstaltung trug dazu bei, die großen infrastrukturellen und rechtlichen Herausforderungen aufzuzeigen. 

Die Aufzeichnung kann hier auf Panopto angesehen werden.

Einladung der Veranstaltung (PDF)


 Webinar Rad und Fuß: Gemeinsam in die Zukunft!

Das Webinar des Bereichs Radverkehr an der Hochschule Karlsruhe findet am 27.01.2021 von 12 bis 13 Uhr statt. In drei Vorträgen und einer fachlichen Unterhaltung wird es um Lösungen für ein Miteinander aktiver Mobilitätsformen, die Interaktionen sowie bestehende Konflikte zwischen diesen gehen:

„Radverkehr im Dialog – Ergebnisse aus dem Reallabor GO Karlsruhe!“, Prof. Dr.-Ing. Christoph Hupfer (Hochschule Karlsruhe)

„Was sehen Radfahrende? Erforschung des Blickverhaltens mit Eyetracking“, Mathias Trefzger, M.Sc. (Hochschule Karlsruhe)

„Die Miteinander-Zone als Planungsinstrument - Erfahrungen und Bewertungen aus Flensburg“, Helene Wahl, B.Sc. (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Fachliches Gespräch zu „Chancen und Herausforderungen im Miteinander aktiver Mobilitätsformen“ zwischen Dr. Angela Francke (TU Dresden) und Prof. Dr. Jochen Eckart (Hochschule Karlsruhe)

 


Webinar: Podiumsdiskussion zur Radverkehrsförderung in den Kommunen - im Rahmen des Verkehrswissenschaftlichen Kolloquiums der TH Wildau

Das Webinar hat den Titel Radverkehrsfördrung in Kommunen und findet online via WebEx statt. 

Wann: 09.12.2020 ab 16:00 Uhr

 

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fahrradfahren fotografieren

Anlässlich der Ausstellung "fahrradfahrenfotografieren" im Stadtmuseum am Markt Wiesbaden wird das aktuelle Hype-Verkehrsmittel Fahrrad aus ungewohnten Perspektiven in den Fokus gestellt. Aus dem Blickwinkel der Disziplinen Fotografie, visuelle Kommunikation und Mobilitätsmanagement beleuchten drei Kurzreferate das Fahrrad als Objekt bildlicher Darstellung. Im Anschluss diskutieren Referent*innen und Teilnehmende.

Wann: 03.11.2020 ab 18:00Uhr


Corona, Digitalisierung und die Mobility-Sharing-Welt 

02.09.2020: Bikesharing ist in Bewegung: Die Corona-Pandemie stellt die Fahrradvermietsysteme in vielen Städten vor neue Herausforderungen. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Städten werfen einen Blick auf die aktuelle Situation und klären Fragen im Bereich Hygiene, Entwicklung des ÖPNV oder Digitalisierung und viele weitere spannende Themen.

Wann: 17.09.2020 von 11 - 12.30 Uhr 
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03.06.2020: Mit dem Online-Seminar „Radverkehr studieren – ein Studium, das Wirkung erzielt“ starteten die Hochschulen Karlsruhe, RheinMain, Ostfalia, die Frankfurt University of Applied Sciences sowie die Universität Kassel am Weltfahrradtag von 11:30–12:30 Uhr eine gemeinsame Veranstaltungsreihe zum Radverkehr. Die Verkehrsexperten der beteiligten Hochschulen gingen dabei der Frage nach, welche Kompetenzen in den Bereichen Radverkehr, bauliche Infrastruktur, Human Factors und Digitalisierung Absolventen besitzen müssen, um in der beruflichen Praxis eine wirksame Förderung des Radverkehrs erzielen zu können.

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BMVI fördert erstmals Radverkehrs-Professuren

 

Quelle: BMVI 

Radverkehr wird Uni-Fach: Bundesminister Andreas Scheuer übergab sieben Hochschulen heute in Berlin ihre Zukunftsschecks für die Stiftungsprofessuren Radverkehr. Konkret geht es darum, den Radverkehr in Forschung und Lehre zu verankern – von der Infrastrukturplanung über Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Wir stärken Radfahrern den Rücken! Radverkehr muss als gleichberechtigtes Verkehrsmittel von Anfang an mitgedacht werden – sei es in der Gesetzgebung, in der Verkehrsplanung oder in der Innovationsforschung. Deshalb fördern wir den Radverkehr jetzt als Uni-Fach. Wir stellen den Radfahrern Verbündete an die Seite, die ihr Know-How in Zukunft gezielt vor Ort und in den Städten und Kommunen einsetzen können. So geben wir den Radfahrern eine starke Stimme und machen den Umstieg aufs Rad noch attraktiver.

Mit einem Volumen von 8,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erstmals Radverkehrs-Professuren. 33 Hochschulen haben ihr Interesse bekundet – an sieben Hochschulen werden nun spezialisierte Masterstudiengänge akkreditiert. Die Verfahren zur Einrichtung der Professuren beginnen noch in diesem Jahr.

Eine Förderung des BMVI erhalten:

  • Bergische Universität Wuppertal
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Hochschule Technik und Wirtschaft Karlsruhe
  • Hochschule RheinMain Wiesbaden
  • Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel
  • Technische Hochschule Wildau
  • Universität Kassel

Details zu den Vorhaben der Hochschulen finden Sie hier:
www.bmvi.de/Stiftungsprofessuren-Radverkehr 

Impressionen der Veranstaltung: 

Bild der Veranstaltung 1 von 6  Bild der Veranstaltung 2 von 6

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Weitere Bilder auf: https://www.flickr.com/photos/bmvi_de/sets/72157712996609037 

Online-Seminar: Vom Radweg zum integrierten Verkehrsplan

Anlässlich des Besuchs der Radverkehrsbeauftragten im BMVI, Karola Lambeck, hat am 26.06.2020 bei der Universität Kassel ein Online-Seminar mit dem Titel "Vom Radweg zum integrierten Verkehrsplan" stattgefunden. In diesem Online-Seminar hat Frau Lambeck über die Lebenswirklichkeit von Radfahrenden gesprochen und die Maßnahmen des Verkehrsministeriums für die Förderung des Radverkehrs vorgestellt. An dem Online-Seminar hat auch Prof. Dr. Carsten Sommer teilgenommen - er leitet das Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel und ist Experte für integrierte Verkehrsplanung.
Das Online-Seminar fand via Zoom statt. Fragen konnten via Chat gestellt werden.

Zur Aufzeichnung der Veranstaltung